Wie ist die Luft in Ostwestfalen-Lippe? Wir messen nach.
Freiwillige stellen kleine Messstationen auf Balkone, in Gärten und an Vereinsheime. Die Stationen funken ihre Werte über ein eigenes Funknetz – ohne WLAN, ohne Mobilfunk. Alle Ergebnisse sind hier offen einsehbar.
Das Projekt startet gerade. Bis die ersten Stationen in Betrieb sind, zeigen Karte und Dashboard Beispieldaten.
Was die Stationen messen
Jede Station misst die Luftqualität, das Klima oder beides. So entsteht Straße für Straße ein genaueres Bild, als es die wenigen amtlichen Messstellen liefern können.
Luftqualität
Ein optischer Sensor zählt die Partikel in der angesaugten Luft. Feinstaub entsteht durch Verkehr, Holzöfen, Landwirtschaft und Baustellen.
- PM2.5Feinstaub bis 2,5 µm – dringt tief in die Lunge ein. Der wichtigste Wert der Karte.
- PM10Gröbere Partikel bis 10 µm, etwa Abrieb und Staub.
- PM1Feinste Partikel, vor allem aus Verbrennung.
Klima
Ein kleiner Umweltsensor erfasst das Mikroklima vor Ort – zum Beispiel, wie viel wärmer die Innenstadt in Sommernächten bleibt als das Umland.
- TemperaturGemessen im belüfteten Schatten, in °C.
- LuftfeuchteRelativ, in %. Sie hilft auch, Feinstaubwerte bei Nebel richtig einzuordnen.
- LuftdruckIn hPa – zeigt Wetterumschwünge, bevor sie ankommen.
So kommen die Werte auf die Karte
Die Stationen nutzen Meshtastic: Funkmodule, die Nachrichten untereinander weiterreichen. Jede neue Station macht das Netz also dichter.
Messen
Die Station liest ihre Sensoren aus – standardmäßig alle 30 Minuten.
Funken
Die Werte springen per LoRa-Funk von Station zu Station, oft über mehrere Kilometer.
Sammeln
Ein Gateway mit Internetzugang übergibt die Werte an den Server von owlklimakarte.de.
Zeigen
Karte und Dashboard aktualisieren sich. Die Messreihen bleiben gespeichert.
Mitmachen
Die Karte lebt von Menschen, die eine Station aufstellen, Funkstrecken überbrücken oder mitbauen. Du brauchst kein Vorwissen.
Station aufstellen
Ein Platz im Freien, geschützt vor Regen und direkter Sonne, mit Steckdose in Reichweite.
- Bauanleitung und Teileliste folgen
- Kosten voraussichtlich unter 100 €
Gateway betreiben
Ein Funkmodul im eigenen WLAN, das Werte aus der Umgebung ins Internet weiterreicht.
- Ideal: erhöhter Standort, Dachboden oder Fensterbank
- Verbraucht kaum Strom
Mitbauen
Gehäuse konstruieren, Software verbessern, Anleitungen schreiben oder Messdaten auswerten.
- Offener Quellcode
- Austausch mit der Meshtastic-Szene in OWL
- Offene Daten
- Alle Messwerte sind frei einsehbar und sollen auch zum Herunterladen bereitstehen.
- Standorte geschützt
- Stationen bei Privatleuten erscheinen nur auf etwa 100 Meter genau auf der Karte.
- Kein Tracking
- Keine Werbung, keine Analyse-Dienste, keine Schriften oder Skripte von Drittanbietern.
Lust, eine der ersten Stationen aufzustellen?
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